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Deutsches Sport-Abzeichen: Premiere mit sehr guter Beteiligung

Zehn Mal Gold, zehn Mal Silber, zwei Mal Bronze: 55 Menschen mit Behinderung haben an der Prüfung für das Deutsche Sport-Abzeichen teilgenommen. 22 von ihnen haben dabei erfolgreich abgeschnitten und die jeweiligen Bedingungen für Bronze, Silber oder Gold erfüllt. Umso bemerkenswerter sei diese Leistung, weil viele Teilnehmer aus dem Stand, ohne vorbereitendes Training, angetreten seien. Darin waren sich Anita Dölling, Julia Prigge und Alexandra Dölling einig. Unsere drei Mitarbeiterinnen hatten das Angebot organisiert und begleiteten die Abnahme von 24. bis 28. April in Ledde.


Alternativangebot im Bereich Ausdauer: die vier Kilometer lange Walkingstrecke zum Hof Feldmann.

800 Meter Rundkurs: Rollstuhlfahrer wie Nico Rogel nutzten diese Alternativ-Disziplin.

Beachtliche Ergebnisse erzielten Teilnehmer beim Weitsprung auf der neuen Sprunganlage.

Alternative zum Kugelstoßen: Mit dem kleinen Medizinball wurde auf Kunstrasen geworfen.

Hinter der Betriebsstätte steht jetzt ein Kunstrasenplatz mit Fußball-Kleinfeld, 50-Meter-Laufbahn und Sprunggrube zur Verfügung, sodass etliche Prüfungen vor Ort absolviert werden konnten – motivatorisch nicht unwichtig insbesondere für gehbehinderte Sportler oder Rollstuhlfahrer, die zahlreich mitmachten und sich über kurze Wege freuten.
Die Abnahme des Deutschen Sport-Abzeichens für Menschen mit Behinderung war eine Premiere für uns und bedurfte einiger Vorbereitungen, weil behinderungsbedingt Ausweichdisziplinen hinzukommen oder normale Disziplinen abgewandelt werden müssen.
In vier Bereichen sind Prüfungen zu absolvieren: Ausdauer (beispielsweise 800 Meter-Lauf oder alternativ eine vier Kilometer lange Walking-Strecke), Kraft (Kugelstoßen oder alternativ Wurf mit dem kleinen Medizinball), Schnelligkeit (Sprint) und Koordination (Weitsprung oder alternativ Parcoursfahren für Rollifahrer).
In Abhängigkeit von Geschlecht, Alter und Art der Behinderung wurden die 55 Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Leistungsklassen eingeteilt und in diesen Bereichen individuell gewertet. Zugelassen waren dieses Mal nur Personen mit geistiger Behinderung und/oder einer Körperbehinderung, die per Ausweis nachzuweisen war.
Ein mögliches Ko-Kriterium gibt es für das Sportabzeichen, egal ob nun Teilnehmer mit oder ohne Behinderung: „Die Schwimmfähigkeit muss bestehen“, erklärte Anita Dölling. Weil das aber bei etlichen einfach nicht möglich sei, habe man für diese Personen, die sonst alle Disziplinen erfüllt hätten, das LeWe-Fitness-Abzeichen erdacht. So bekommen am Ende alle eine verdiente Urkunde.
Der „Tag der Begegnung“ am Sonntag, 11. Juni (11 bis 18 Uhr), steht unter dem Motto „Gesund und fit“. Dann wird sich vieles in Ledde um (Reha-) Sport, Bewegung mit und ohne Behinderung und gesunde Ernährung drehen: Auf dem Kunstrasenplatz findet ein Fußballturnier statt. Selbst aktiv werden können Gäste beim Fußball-Golf auf der Rasenfläche nebenan. Sportlicher Betrieb wird auch auf dem Beachvolleyballfeld und der Bouleanlage sein, während im Speisesaal das Thema gesunde Ernährung in Form frischer Gemüsesticks auf den Tisch kommt. Wie innovative Mobilität für Menschen mit Behinderung funktioniert, erfährt man in der hauseigenen Kfz-Werkstatt, wo E-Bikes, Trikes, ein Rollfiez (für den Rollstuhltransport), Rikschas und die Mountainbikes der LeWe-Biker zum Ausprobieren bereitstehen.

Initiates file downloadDer Sportteil der Westfälischen Nachrichten in Lengerich berichtet über unsere Aktion



 

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