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Werkstattrat-Wahlen: Solide Infos für mögliche Bewerber

„Lust auf Werkstattrat?“ hieß das Thema der Vorstellungsrunden in der Woche vom 15. bis 19. Mai: Im Oktober ist seine vierjährige Legislaturperiode beendet, ein neuer Werkstattrat wird gewählt. Erstmals wird es dann ein gemeinsames Vertretungsgremium für alle Beschäftigten geben, das sich aus Menschen mit geistiger und psychischer Behinderung zusammensetzt. Bis 1500 Beschäftigte einer Einrichtung (LeWe: etwa 1300) haben das elf Personen zu sein, so sieht es die Werkstättenmitwirkungsverordnung (WMVO) vor.


Gute Basis für die eigene Entscheidung: Insgesamt 73 Beschäftigte nutzten das Informationsangebot.

Was reizt mich am Werkstattrat? Mitglied Michael Otte notiert gerade Antworten der Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

Das sind die aktuellen Interessenvertreterinnen und -vertreter. Im Oktober finden die Neuwahlen statt.

Um das gesamte Wahlverfahren und die vielfältigen Aufgaben des Werkstattrates transparenter zu machen, wurde diese Woche im Ladberger Zentrum QuBuS (Qualifizierung, Bildung und Service) angesetzt. Insgesamt 73 Personen interessieren sich für die Mitarbeit und bekamen Gelegenheit, sich vorzustellen, ausführlich zu informieren und vielleicht auch schon zu entscheiden, ob sie tatsächlich als Bewerberin und Bewerber bei den Wahlen antreten möchten.
Als Entscheidungshilfe hatte der Werkstattrat eine Präsentation vorbereitet zu seinen Aufgaben, aber auch den Eigenschaften, die so ein Interessenvertreter mitbringen sollte. „Ihr müsst nicht lesen oder schreiben können“, räumte die erste Vorsitzende, Susanne Hielscher, gleich mit einem Vorurteil auf. Wie tagtäglich in der Werkstatt würden sich die Fähigkeiten auch in diesem Gremium prima ergänzen. Wirklich wichtig für die Mitarbeit seien Kriterien wie: an den regelmäßigen Sitzungen teilzunehmen, pünktlich und zuverlässig zu sein, sich eine eigene Meinung zu bilden, bei lokalen Problemen den Beschäftigten zu unterstützen und natürlich die Schweigepflicht einzuhalten.
Viele Fragen kamen in den insgesamt sieben und damit wohltuend kleinen Vorstellungsrunden auf. Zum Beispiel, wo man sich als Werkstattratmitglied denn Hilfestellung bei kniffeligen Angelegenheiten holen könne (dem Gremium ist eine begleitende Vertrauensperson, also ein Mitarbeiter, zur Seite gestellt); ob man von seiner eigentlichen Arbeit in der Werkstatt für die Zeiten im Werkstattrat freigestellt werde (das ist natürlich so); ob man an Fortbildungen teilnehme (regelmäßige Schulungen oder Fortbildungen finden statt).
Wieviele Kandidatinnen und Kandidaten sich nun tatsächlich für die Wahlen, die vom 16. bis 27. Oktober stattfinden, aufstellen lassen, blieb naturgemäß am Ende dieser Woche offen. Jedenfalls haben alle eine gute Informationsbasis für ihre Entscheidung – und müssen für ihre Bewerbung mindestens drei Vorschlagende für eine Unterschrift gewinnen.


 

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