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Afrikanisches Ensemble zu Gast bei den "Kellerassen"

Die „Kellerasse“ kennt man gut im Wohnbereich Westerkappeln und ein bisschen auch schon in der ganzen Einrichtung: Beim „Tag der Begegnung“ im Juni hatte die Hausband des Wohnbereiches Westerkappeln den samstäglichen Gottesdienst mitgestaltet. In Westerkappeln verfügt die Band über einen Probenkeller und macht zum Beispiel bei den Sommerfesten an der Steinkampstraße regelmäßig Musik. Jetzt haben die „Kellerasse“ mit Musikern aus Afrika drei Songs eingeübt und sie am 1. Oktober, nach dem Erntedankgottesdienst, auf Westerkappelns Kirchplatz präsentiert. Am 22. September war gemeinsame Probe:


Die afrikanischen Gäste und Gastgeber beim Fototermin im Garten des Wohnbereiches Westerkappeln.

Das sind die "Kellerasse". Verschiedene Percussion-Instrumente binden alle ein. Und es macht Riesenspaß!

Die "Uitani Brass Band" aus Namibia im Probenkeller des Wohnbereiches Westerkappeln.

Das „Hulapalu“ klingt schon ganz gut. Philipp Kuhl ist hier die Stimme von Andreas Gabalier, während Gabi Theuss die zweite Rhythmus-Gitarre spielt. Gemeinsam mit zwei Mitgliedern der „Uitani Brass Band“ singt sie Background. Vor der kleinen Bühne sorgt das Ensemble von Bandleader Sebastiaan Ignatius Gobs für knackige Bläser, während acht Menschen mit Behinderung Percussion machen: Gäste aus der afrikanischen Partnergemeinde Khorixas sind da. Zwei Tage ihres gut zweiwöchigen Besuches im September nutzen 13 Mitglieder des Blasorchesters der namibischen Kirchengemeinde für Proben mit den „Kellerassen“.
„Hulapalu“, „Black or White“ (Michael Jackson) und der Gospel „We are marching in the Light of God“: drei Songs in knappen zwei Tagen – alle sind mit viel Spaß und der nötigen Disziplin bei der Sache. Gabi Theuss, Mitarbeiterin im Wohnbereich, sagt: „Die sind ja unglaublich musikalisch. Immer wird gesungen, geklatscht. Das geht richtig gut.“ Die Sprache sei kein besonderes Problem, berichtet Philipp Kuhl, der hier ebenfalls in der Betreuung arbeitet und den Workshop mit organisiert hat. Fördermittel der Organisation „Weltwärts“ (Entwicklungspolitischer Freiwilligendienst des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) würden das Besuchsprogramm finanzieren. Ziel sei es, Ungleichheiten beider Länder zu benennen, Lösungsstrategien zu entwickeln und, wo möglich, im Kleinen zu beseitigen. In diesem Rahmen fänden auch Menschen mit Behinderung ihren Platz.
Die afrikanischen Gäste würden wirklich staunen, welche Angebote die Bewohner und Beschäftigten hier bekämen, erzählt Jens Schütte (Wohnbereichsleitung). Sie seien neugierig, das Werkstatt-System kennenzulernen, denn in ihrer namibischen Heimat gebe es kaum mehr als Ansätze. Behindertenhilfe in Namibia bedeute: Menschen mit Behinderung würden einfach in den Familien bleiben, die vom Staat eine kleine Unterstützung dafür erhielten, so erklärt Sarah Garere Somses. In der Hauptstadt Windhoek gebe es eine (!) Förderschule. Deshalb sei sie sehr beeindruckt von der Behindertenarbeit in Deutschland.
Mit dem evangelischen Posaunenchor Westerkappeln habe man auch geprobt, und in den Gastfamilien sei man sehr freundlich aufgenommen worden. Einen Kindergarten und einen Bauernhof habe man besucht. Natürlich auch das Reformationsfest auf der Freilichtbühne. Und die Skihalle in Bottrop sei ein Ziel. „Wir alle haben nie zuvor Schnee gesehen“, erzählt Sarah, die auf der kleinen Bühne des Musikkellers ihre tolle Stimme beisteuert.
Später an diesem Probentag wird im Garten gemeinsam gegrillt. Verständigung geht mit Händen Füßen. Nach der längeren Konzentrationsphase im Keller genießen die Bewohner nun die lockere Stimmung. Singen, klatschen, sich bewegen, viel lachen, das prägt auch jetzt die Atmosphäre.

Initiates file downloadDie Westfälischen Nachrichten in Westerkappeln berichten


 

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