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Band-Projekt "Habakuk": Kronenkreuz für Siegfried Hillebrandt

25 Jahre hat Siegfried Hillebrandt „Habakuk“ begleitet, mit viel Geduld und Geschick ein beeindruckendes Repertoire mit einem knappen Dutzend Musikerinnen und Musikern zusammengestellt und die Band zum musikalischen Aushängeschild der Ledder Werkstätten gemacht. Dafür hat ihm die Geschäftsführung das Goldene Kronenkreuz der Diakonie verliehen. Ralf Hagemeier: „Ich sage heute herzlich Dank. Sie haben früh gezeigt, was behinderte Menschen erreichen können. Auch allen Musikern danke ich nochmal. Der Applaus bei den vielen, vielen Auftritten war immer euer schönster Lohn!“


"Habakuk" mit Geschäftsführung und Franz-Josef Gude vor dem Ledder Fachwerkhaus, wo 25 Jahre lang geprobt worden ist.

Geschäftsführer Ralf Hagemeier (rechts) zeichnete Siegfried Hillebrandt mit dem Goldenen Kronenkreuz der Diakonie aus.

Blumen vom Chef: Geschäftsführer Ralf Hagemeier dankte allen Musikerinnen und Musikern mit einer Rose.

Der heute 60-jährige Hagener war so etwas wie der geistige Mentor und Bandleader. Bis 2016 hat der Musikpädagoge, -verleger und -produzent Menschen mit Behinderung an Instrumente herangeführt und der Werkstattband zwei Dutzend Songs auf den Leib geschrieben. Dass aus der Idee einer begleiteten Werkstatt-Freizeit in der Pfalz, wo Hillebrandt mit der Beschäftigten Bettina Janke anno 1991 eines Abends eine Session hinlegte, diese Band entstehen würde – wer hätte es gedacht?
Dabei war 1991 auch Franz-Josef Gude, damals im Sozialen Dienst, der die Idee im Auge behielt. „Sigi“, wie ihn alle in den LeWe nennen, kam als Honorarkraft nach Ledde, schon bald war Dienstag fester Probentag. Das Projekt, bei dem sich Menschen mit Behinderung – meist ohne musikalische Vorbildung – ein Programm erarbeiten, wächst und zeitigt bald Auftritte: „Habakuk“ begleitet zahllose Feste und Feiern innerhalb dieser Einrichtung. Den LeWe-Soundtrack tragen die zuletzt neun Musiker mit und ohne Behinderung (zur Band gehört auch „Sigis“ Frau Birgitt an der Bassgitarre) auch in die Region. „Habakuk“ spielt in der Gempt-Halle im Vorprogramm des belgischen Mädchenchors „Scala“, gibt ein ausverkauftes Konzert zu seinem 20-jährigen Bestehen in der Ibbenbürener „Schauburg“, steht beim Brunnenfest in Lengerich ebenso auf der Bühne wie beim Kartoffelfest in Mettingen, rockt das Haus der Jugend in Osnabrück und das Paul-Gerhardt-Haus in Münster.
„Um die fünf Auftritte im Jahr haben wir gemacht“, erinnert sich Hillebrandt und sagt, dass 25 Jahre die richtige Zeit für „einen guten Schnitt“ sei. „Habakuk“ sei ein „fester Baustein im Leben“ gewesen. „Es gab vorher nichts, ich musste die Leute abholen. Das Konzept hat sich viel später mit ihnen entwickelt.“ Woher kommt der ungewöhnliche Name? „Habakuk“ ist ein alttestamentarischer Prophet, der gerne aufmuckt. Musiker nennen sich gerne „Mukker“, so das Wortspiel, das den Namen gab.
„Habakuk“ bringt es auf ein Repertoire von 75 Songs. Die Band spielt Creedance Clearwater Revival und Bob Dylan ebenso wie Walzer und Nena, wagt sich sogar an Schuberts „Ave Maria“. Viele unterschiedliche Geschmäcker und Fähigkeiten gilt es zu vereinen. Das gelingt so gut, dass das Ensemble vier CDs einspielt, schöne Release-Partys zu ihren Veröffentlichungen feiert und über viele Jahre eine stabile Besetzung hat. Inzwischen sind neue Bands sind unterm LeWe-Dach entstanden; heute gibt es Break Dance, Rock und Rap. Die Werkstatt-Welt ist musikalisch bunter geworden. Menschen mit Behinderung gehen viel selbstverständlicher auf die Bühne, auch dank „Habakuk“.


„Habakuk“ waren: Heidi Richter (Gesang), Mechthild Rauße (ehemals Bass), Peter Miltrup (Keyboard), Bettina Janke (Akkordeon), Birgitt Hillebrandt (Bass), Waldemar Herter (drums), Christoph Duhnke (Gitarre), Christoph Ostendorf (Percussion), Sabine Beckschäfer (Gesang), Natascha Zischka (ehemals Gesang) und Siegfried Hillebrandt (Gitarre, Gesang).



Initiates file downloadWestfälische Nachrichten und Ibbenbürener Volkszeitung berichten


 

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