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Ein Jahr "LebensMittelpunkt": Dorfladen hat Geburtstag

Unser Projekt ist gewachsen, das Angebot auch: Am 2. Dezember war es genau ein Jahr her, dass wir unseren „LebensMittelpunkt“ in der ehemaligen Leedener Sparkassen-Filiale eröffnet haben. Nach mehr als fünf Jahren freuten sich hunderte Besucher, endlich wieder Lebensmittel im Stiftsdorf einkaufen zu können. Wie hat sich unser Dienstleistungsangebot seitdem entwickelt? Wie haben sich die Beschäftigten in ihrem Dorfladen eingearbeitet? Zu Besuch an der Elbinger Straße 1A:


Alles frisch: Das Team vom "LebensMittelpunkt" in Leeden feierte am 8. Dezember den ersten Geburtstag mit seinen Kunden.

Spannend: Am 4. Dezember hatte ein WDR-Team vor Ort gedreht und Beschäftigte wie Mitarbeiter interviewt.

Blumen zum Geburtstag: Gerd Wellemeier (l.) und Uwe Auffahrt (2. v. r.) von der Interessengemeinschaft Leeden kamen.

Bitteschön: Draußen servierte das Team vom "LebensMittelpunkt" Bratwurst und Pommes Frites.

Kundschaft: Beschäftigte kaufen ebenso in Leeden ein. Annette Mersch fehlte noch die Fernsehzeitung fürs Wochenende.

„Damals waren´s vier. Heute haben wir zehn Beschäftigte!“ Nicht ganz ohne Stolz antwortet Katja Seidel auf die Frage, wie viele Arbeitsplätze das Projekt inzwischen für Menschen mit Behinderung bringe. Gearbeitet werde jetzt in zwei Schichten, um die täglichen Öffnungszeiten optimal abdecken zu können. So werde niemand überfordert und man habe mehr Kapazitäten, um auch den Samstag abzudecken. Viele In Haus-Schulungen zu Themen wie Hygiene, Warenpräsentation oder Kundenumgang, viel Zeit für persönliche Gespräche neben der Arbeit, das Einspringen unserer Mitarbeiter in stressigen Situationen: Der Betrieb, auch in den Tagesspitzen, läuft längst rund.
Gewachsen ist die Zahl der Arbeitsplätze auch deshalb, weil das Projekt „Schulobst NRW“ von unserem „Visavis Samocca“ aus Lengerich nach Leeden umgezogen ist: Gut 600 Kilo Obst verpacken Beschäftigte an vier Wochentagen klassenscharf für insgesamt elf Schulen der Region und liefern die Kisten auch aus. Das Land NRW bezahlt alles; die Grundschüler erhalten ihre Extraportion Vitamine von Menschen mit Behinderung.
Unser Dorfladen führt heute etwa 2000 Artikel auf 140 Quadratmetern. Der kleine Samocca Café-Bereich im Foyer wird gut angenommen. Zu den Arbeiten der Beschäftigen zählen das Befüllen der Regale, Kontrollieren der Mindesthaltbarkeitsdaten, Kasse bedienen, Brot und Kuchen ausgeben, Obst- und Gemüsekontrolle, Brötchen schmieren und vieles mehr – alle Aufgaben also, die in einem Laden anfallen. Und Aufgaben, die viele Fähigkeiten erfordern. Genau das ist das Konstrukt, um alle einzubinden. Als erfahrene Einzelhandelsprofis sind Katja Seidel, Manuela Munsberg, Doris Minnerup und Björn Hippel (Abteilungsleitung Cafés und Läden) im Hintergrund aktiv. Oder auch vorne, wenn zum Beispiel 20 Kunden auf einmal im Laden stehen.
Nach einem Jahr wagte sich der „LebensMittelpunkt“ an neue Dienstleistungen. Zum Beispiel gibt es jeden Morgen von sieben bis elf Uhr ein kleines Frühstücksangebot. Seit 5. Dezember steht das Fleischereimobil der Firma Sundermann aus Lengerich immer dienstags von 14.30 bis 17.30 Uhr auf dem Parkplatz. Abgepackte Fleisch- und Wurstwaren gibt es im Laden. Der neue Backwarenlieferant hat für einen Qualitäts- und Umsatzschub gesorgt.
Neuerungen, bei denen das Mitarbeiter-Team die Beschäftigten mitnimmt, denn sie führen ihren Dorfladen soweit als möglich selbstständig.
„Drei Frauen mit Behinderung können inzwischen kassieren“, gibt Björn Hippel ein Beispiel. Einzelne Fähigkeiten sind auf die Schicht-Teams verteilt, sodass alle individuell gefordert sind und Tag für Tag mit viel Spaß an die Arbeit gehen. Das Schulobst wird unten, gleich neben dem Lager, gepackt. Auch das Obergeschoss, früher eine Wohnung, steht jetzt zur Verfügung und bietet Platz für Büro, Aufenthalt und Gespräche. Preislich bewegt sich der Dorfladen auf Supermarkt-Niveau. 

Initiates file downloadWestfälische Nachrichten und Ibbenbürener Volkszeitung berichten


 

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