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Kunstgruppen stellen im Rathaus Tecklenburg aus

Manuela Ziegler, Anita Hülsbrink und Ute Busemeier sind schon ein wenig erstaunt über die tolle Resonanz: Da kommen und gehen wohl mehr als 50 Menschen, stehen vor ihren Arbeiten, sprechen darüber, zeigen auf dieses oder jenes Werk und sind jedenfalls sehr interessiert. Im ersten Obergeschoss der Tecklenburger Stadtverwaltung haben die drei Frauen mit geistiger Behinderung ihre und die Werke weiterer zehn behinderter Künstler ausgestellt. Eben hat der Bürgermeister der Stadt, Stefan Streit, gesprochen. Schon die dritte Ausstellung im Rathaus sei es. Er freue sich darüber, dass das Haus mit mehr Leben erfüllt werde und dass wirklich für jeden Kunstinteressierten etwas dabei sei.


Die Künstler-Gemeinschaft mit Bürgermeister Stefan Streit (rechts) bei der Eröffnung im Rathaus Tecklenburg.

Solche plastisch anmutenden Arbeiten haben unsere Kunstgruppen gefertigt und stellen sie nun in Tecklenburg aus.

Manuela Ziegler, Ute Busemeier und Anita Hülsbrink (von links) vor der LeWe-Ausstellungswand.

Kaum ist die offizielle Eröffnung vorbei, da möchte das Frauen-Trio auch sehen, wo denn nun die eigenen Installationen ausgestellt sind. Zwei Treppenabsätze hoch, dann links: Sieben Werke zwischen zwei Türen, angebracht auf einem Tuch, das außerdem noch einige Assoziationen zum Thema zeigt, sind dort zu bewundern.
Unter dem Titel „Heimat ist mehr als nur ein Ort“ zeigen bis 8. April sieben Künstler der Region ihre Interpretationen. Und eben auch die beiden Kunstgruppen der Ledder Werkstätten aus stationären Wohnbereichen in Ibbenbüren, Westerkappeln und Ledde. Manuela Ziegler, Anita Hülsbrink, Ute Busemeier und ihre Künsterkollegen haben sich während ihrer monatlichen Treffen im Brochterbecker Atelier von Werner Cüppers theoretische Begriffe wie Vordergrund und Hintergrund erarbeitet. Sie haben im Dorf einfache Skizzen von Bäumen, Häusern und Menschen gemacht. Sie haben Biege-Arbeiten aus Draht angefertigt und auf der Grundlage ihrer Skizzen Reliefs komponiert. Die passende Holzrahmung verleiht dem kleinen Stückchen Heimat eine gewisse Dreidimensionalität. Diese Arbeiten kann man nun in Tecklenburgs Rathaus neben all den anderen ambitionierten Werken sehen.
Mit dem Ausstellen haben die LeWe-Künstlerinnen und -Künstler durchaus Erfahrung:
2014 zeigte die Gruppe erstmals öffentlich ihre Werke, damals im Lengericher Samocca-Café. Ausstellungen im Ibbenbürener Finanzamt und im münsterischen Kunsthaus Kannen in 2016 und zuletzt im Sommer 2017 beim Open-Air-Kunstwochenende rund ums Brochterbecker Atelier folgten. Die gemeinsame Arbeit mit den immer wieder neuen Materialien macht allen viel Spaß, während das Ausstellen im öffentlichen Raum eine tolle Erfahrung ist.
So wie heute in Tecklenburg, wo Cüppers, Initiator dieser Ausstellung, in seiner Begrüßung den Begriff Heimat mit Werten wie Geborgenheit, Verlässlichkeit und Verstanden werden in Verbindung bringt. Auf ihr weißes Tuch im ersten Obergeschoss haben die LeWe-Künstler mit selbst gefertigten Stempeln gedruckt: „Geht gut“, „Kann nach draußen“, „Kollegen“, Gemütlich“, „Kein Ärger“ und „Ich kann helfen“. So interpretieren sie Heimat.
Besuchen kann man die sehenswerte Ausstellung, wo auch Gabriela Brass (Malerei), Sabine Braungart (Fotografie und Texte), Werner Cüppers (Malerei, Objekte, Skulpturen), Eva Gora (Papierkunst), Walter Dellbrügge (Malerei), Marion Marx (Malerei, Objekte) und Martina Schröder (Malerei) Arbeiten zeigen, während der Öffnungszeiten des Rathauses.


 

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Telefon 05482/72-0 • info(at)ledderwerkstaetten.de
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