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25 Menschen starten in ein neues, gutes Arbeitsleben

„Soll ich mich mal etwas kleiner machen?“ Dirk Wesemann, beeindruckende 2,07 Meter groß, geht schmunzelnd ein wenig in die Hocke und damit auf Augenhöhe mit Marianne Büscher. Alle im Saal Antrup auf dem Ibbenbürener Dickenberg müssen da einfach spontan lachen. Also beschließen die beiden, sich fürs obligatorische Foto der Urkundenübergabe hinzusetzen. Marianne Büscher, Diplom-Pädagogin und Geschäftsleitung Arbeit, verleiht an diesem 16. Mai 20 Beschäftigten ihr persönliches Zertifikat zum Abschluss der Beruflichen Bildung. Kleiner zu machen braucht sich da gewiss niemand – ganz im Gegenteil. Und auch mit Begegnung auf Augenhöhe in dem neuen Umfeld einer großen diakonischen Einrichtung hat es zu tun, dass viele dieser Menschen eine wirklich gute persönliche Entwicklung nach Jahren der Erkrankung machen konnten.


25 Personen haben ihre Berufliche Bildung abgeschlossen. Mitarbeiter und Geschäftsleitung freuen sich mit ihnen.

Insgesamt 25 Menschen mit psychischer Behinderung haben in exakt 27 Monaten viele Bereiche kennengelernt. Das wird deutlich, wenn Marianne Büscher auszugsweise aus den Stationen, die gemacht wurden, vorliest. Für alle gab es die „Ausblicke“-Tour quer durch die Werkstatt mit Kurzbesuchen. Praktika ermöglichten das Ausprobieren so unterschiedlicher Tätigkeiten wie Einzelhandel (im Geschäft „LebensMittelpunkt“ in Leeden), Montage (in der Betriebsstätte Zwenger), Elektroprüfer-Team (die werkstattweit ortsveränderliche Elektrogeräte auf ihre Sicherheit prüfen), Fahrdienst oder k-lumet-Fertigung.
Berufliche Bildung heißt auch: Bildungsfahrten etwa nach Hamburg zu unternehmen, die Arbeitsschutzausstellung DASA in Dortmund zu besuchen, vielleicht den Staplerschein zu erwerben. Bei Bildungstagen im Ladberger Bildungszentrum "QuBuS" ging es um das eigene Verhalten im Betrieb und ums Team. Und einmal im Monat am Betriebsstätten internen Bildungstag teilzunehmen, wenn es um Verhalten im eigenen Betrieb, um Arbeitsergonomie oder Konfliktbewältigung geht.
Schließlich haben 27 Monate nicht wenige aus privater Isolation in eine neue, lebendige Gemeinschaft ihrer Betriebsstätte geführt. Es klingt überwiegend entschlossen und optimistisch, als Beschäftigte später, bei Schnitzel, Gemüseplatte und Herrencreme, gerne berichten, was sie nun machen und was ihnen besonders gefällt an ihrer neuen Arbeit. Dirk Wesemann zum Beispiel hat über den Sport-, Freizeit- und Kulturverein im Februar seinen Angelschein gemacht und kommentiert das so: „Was wir hier für Möglichkeiten haben, das ist schon klasse!“
Eingangs hat Marianne Büscher gesagt: „Sie haben einen Anspruch auf ihre persönliche Entwicklung. Und Sie haben vielfach eigene Kenntnisse mitgebracht. Sie haben sich in 27 Monaten mit uns auf einen neuen Weg gemacht, dafür sage ich heute Dankeschön.“ Dem schließt sich Ralf Hagemeier gerne an: „Wir freuen uns auf die Wege, die Sie mit uns gehen wollen!“ Zugleich bedankt sich der Geschäftsführer bei den Bildungsbegleiterinnen und -begleitern und allen Mitarbeitenden, die das facettenreiche Arbeits- und Bildungsangebot täglich und strukturiert ermöglichen.


Das Zertifikat über den Abschluss der Beruflichen Bildung haben bekommen: Christel Beermann, Mechthild Grave, Oliver Nordmann, Inge Kotlewski, Martina Janoos, Theresa Fahrland, Heike Telljohann, Christa Frye, Mark Beulting, Nicole Caris, Claudia Brönstrup, Justin Schaar, Sabine Staudinger, Thomas Hutmacher, Ralf Lüdeke, Pascal Huhne, Dennis Breuer, Rainer Hohmann, Jan Jacobs, Waldemar Till, Kevin Forstmann, Thomas Malsam, Tanja Riesenbeck und Dirk Wesemann.


 

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