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Aus der Betriebsstätte Settel kommen sogar "Schatzkisten"

In Ruhe setzt Andrej Beifus den Luftdrucktacker an. Klammer für Klammer, Profilbrett für Profilbrett geht das so, bis die Stirnwand fertig ist. Henning Schröer widmet sich mit dem gleichen Werkzeug dem Boden, während sich hinter ihm eine „Wand“ fertiger Kisten türmt. Philip Bühren setzt die Bauteile seiner Kollegen mit großer Routine und zügig zusammen. Jeder in diesem abgeteilten, fünf mal zwölf Meter großen Raum kennt seinen Beitrag zum Produkt genau. Zu beobachten ist ein klug gegliederter, strukturierter Arbeitsprozess, der vom meterlangen Lieferholz bis zur fertigen Kiste viele Teilschritte in sich birgt.


Friedrich Hüske gibt den Topfkisten sprichwörtlich den letzten Schliff mit dem Schwingschleifer.

Andrej Beifus schneidet an der Säge die späteren Griffleisten und nutzt dazu die Vorrichtung.

Frank Speck wählt das passende Programm an der Säge, das die Mitarbeiter zuvor geschrieben haben.

Philip Bühren setzt die vorgefertigten Bauteile seiner Kollegen routiniert zusammen.

Henning Schröer fertigt gerade den Kistenboden mit dem Luftdrucktacker.

Die Rede ist von der „Schatzkiste“, wie sie die Küchen aktuell GmbH nennt. Der Küchenfachmarkt mit Hauptsitz in Braunschweig beschäftigt 1150 Mitarbeiter an 14 Standorten. Mit dieser „Schatzkiste“ hat es eine besondere Bewandtnis: Ab einem bestimmten Einkaufswert bekommt der Küchenkunde ein siebenteiliges Topfset dazu, das der Küchenspezialist in unserer Kiste verpackt. Das Unternehmen ist inzwischen Deutschlands Marktführer in diesem Segment, was den Bedarf an Kisten steigen lässt: Die Jahresproduktion sei vierstellig, so unser Bereichsleiter Jörg Wiermann. Ein bekanntes Produkt, das seit zwölf Jahren im Hause ist und ganzjährig Stückzahlen generiert.
Unsere Mitarbeiter haben Arbeitshilfen und Schablonen für die Arbeitsschritte entwickelt, binden viele Fähigkeitsprofile ein und beteiligen nach und nach weitere Beschäftigte. Regelmäßig seien junge Leute in diesem Prozess, erklärt Mitarbeiter Wolfgang Osterhaus. In den Praktika ihrer beruflichen Bildung könnten sie den Werkstoff Holz im kleineren Rahmen kennenlernen.
Die Sicherheit der Beschäftigten in „ihrem“ Arbeitsthema bemerkt man auch in der großen Halle der Betriebsstätte, wo alle Handgriffe sitzen. An diesem Montag schneidet Frank Speck die Griffleisten an der Ablängsäge zu und wählt dazu das Programm, das die Mitarbeiter geschrieben haben, am Bedienpult aus. Dieter Abramsen ist der Mann für den Zuschnitt der Profilbretter, die gebündelt vom Rheinenser Lieferanten kommen. Keine Kiste verlässt die Halle ohne die Behandlung von Friedrich Hükse. Geschickt wendet er jeden Quader mit der linken Hand und beseitigt mit dem Schwingschleifer in der rechten die letzten Grate. Fertige Paletten umwickelt er mit Folie.
„Wir machen immer 20 Stück mit je 28 Kisten. Dann liefert die eine Spedition aus“, so Wolfgang Osterhaus, der betont, dass alles sehr selbstständig laufe. „Wir haben da eine kontinuierliche Arbeit mit verschiedenen Anforderungsprofilen und vielen manuellen Anteilen“, sagt Jörg Wiermann. Motivationssteigernd sei auch, dass die Beschäftigten sich untereinander abwechselten. Mal nur zwei, auch mal acht Beschäftigte seien im Laufe einer Arbeitswoche in diesem flexiblen Setting unterwegs.
Paul Happe, Leitung Kitchenstore beim Braunschweiger Auftraggeber, hat Settel Anfang des Jahres besucht und war begeistert. Besonders die Beschäftigten, so Jörg Wiermann, hätten ein sehr positives Feedback von dem Manager bekommen. Das motiviert sicherlich zusätzlich.

Initiates file downloadDie Westfälischen Nachrichten berichten aus Settel


 

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