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Eichenprozessionsspinner: Holzbereich baut Nistkästen

Der Eichenprozessionsspinner (EPS) hat die Kommunen in diesem Sommer noch einmal mehr beschäftigt. Selbst kleinere Gemeinden im Tecklenburger Land mussten deutlich fünfstellige Summen aufwenden, um Nester an Bäumen auf öffentlich zugänglichen Flächen beseitigen zu lassen. Es gibt aber auch weitere Maßnahme gegen die EPS-Plage wie zum Beispiel das gezielte Hängen von Nistkästen für Meisen, einem natürlich Fressfeind. Was etwa die niederländische Gemeinde Groesbeek am Niederrhein seit Jahren praktiziert, könnte auch hier Schule machen. Kohl- und Blaumeisen fressen EPS-Raupen in ihrem frühen Stadium – im Idealfall dann, wenn sie ihre eigene Brut über Wochen mit viel Futter versorgen müssen. Im Nachbarland hat man das erkannt und ganze Eichen gesäumte Straßenzüge mit Nistkästen ausgestattet.


Schüler, Politiker, die Familienstiftung, Schulleitung und unsere Beschäftigten und Mitarbeiter bei der Auslieferung.

Der Mann an der Formatkreissäge: Daniel Kötter schneidet die Front- und Rückseite zu. Dabei hilft eine Vorrichtung.

Exakt 32 Millimeter im Durchmesser: Maik Lorenz bohrt das Loch für die Meisen am Ständerbohrwerk.

Vorbereiten der Bausätze für Ladbergen: Christoph Hähnel arbeitet gerade mit dem Akkuschrauber.

Jörg Wiermann (r.) erklärt Schulleiterin Dr. Ulrike Itze-Helsper und Vertretern der Familienstiftung den Bausatz.

Bei der Herstellung der Kästen kommt unser Holzbereich ins Spiel, der eine breite Palette an Produkten fertigt. Das bedeutet auf der einen Seite große Stückzahlen für Auftraggeber, beispielsweise im Transport- und Verschlagkistenbau. Auf der anderen Seite gibt es kleinere Projekte wie den Bau von Kabelkisten für ein Musikfachgeschäft, Insektenhotels oder Pflanztischen für unser Visavis in Lengerich und anderer Produkte.
Die erste Anfrage zu Nistkästen erreichte uns im Sommer aus Ladbergen, wo die FDP mit Blick auf den Befall im Dorf die Idee aus den Niederlanden aufgreifen möchte. Nach einigen Gesprächen und einem Besuch bei unseren Holzspezialisten in Ledde lag der Auftrag der Liberalen und der Familienstiftung Ladbergen vor: 140 Stück in vereinfachter Form.
Unsere Mitarbeiter entwickelten die nötigen Vorrichtungen, sodass fünf Beschäftigte wechselnd in diesem Projekt tätig sind. Gemeinsam wurde zunächst das Muster festgelegt. Dank der Arbeitshilfen nutzt das Quintett die Formatkreissäge, bohrt die 32 Millimeter-Löcher, stempelt (mit dem LeWe-Brennstempel) und verpackt alle Bauteile samt Montageanleitung, denn gewünscht sind vorbereitete Bausätze. Die sollen Ladbergens Grundschüler zusammensetzen, während Mitarbeiter des Gemeindebauhofes sie später aufhängen.
Die erste Charge – 70 Stück – haben die Beschäftigten Daniel Kötter, Christoph Hähnel und Maik Lorenz sowie unser Mitarbeiter Jörg Wiermann (zuständige Bereichsleitung) am 10. Oktober an der Grundschule Ladbergen ausgeliefert. Dort empfingen sie Lothar Molenkamp, Heinz Hörster und Joachim Lang von der Familienstiftung Ladbergen sowie Andre Gravemeier (FDP) und Henri Eggert als Allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters. Schulleiterin Dr. Ulrike Itze-Helsper freute sich über die gelungene Kooperation und bedankte sich bei den Beschäftigten für ihre gute Arbeit. Auch die VR Bank Kreis Steinfurt unterstützt das Projekt finanziell.


 

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