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Schüler schnuppern in mittelständisches Unternehmen

Feile und Hammer haben sie schon im Werkraum ihrer Josefschule in der Hand gehabt. Aber von unserer großen Betriebsstätte Ledde, den Maschinen in der Metallwerkstatt und den vielen Menschen mit Behinderung sind sie doch beeindruckt. Lukas-Maurice Kröner, Ole Nieweg, Felix Neuhaus und Kilian Tülk besuchen die Mettinger Gemeinschaftshauptschule. An insgesamt sechs Mittwochnachmittagen bis Ende November haben sich die Achtklässler freiwillig für die GenerationenWerkstatt, ein Projekt der Ursachenstiftung aus Osnabrück, gemeldet. Dieses Mal findet das Projekt in den LeWe statt.


Felix Neuhaus, Ole Nieweg, Lukas-Maurice Kröner und Kilian Türk (von links) lernen den Maschinenpark kennen.

Jürgen Beckemeyer (links), Mitarbeiter, Schüler, Lehrer, Ausbilder Heinrich Robertus und Renate Beineke (v. l.).

GenerationenWerkstatt beschreibt die Idee, Teenager auf praktische Weise fürs Handwerk, für einen späteren Beruf in einer mittelständischen Firma, zu begeistern. Über einen definierten Zeitraum lernen sie ein heimisches Unternehmen wie die LeWe kennen und werden begleitet von einem erfahrenen „Unruheständler“. Das ist Jürgen Beckemeyer, der bis Februar als Werkstattleiter die Arbeit unserer Beschäftigten in Ledde und anderen Betriebsstätten organisiert hat und sich nun mittwochs um das Quartett kümmert.
Zur Begrüßung Anfang Oktober sagte Renate Beineke: „Ihr seid die kommende Generation. Es geht um learning by doing. Und vielleicht wisst ihr am Ende ja, was ihr einmal werden möchtet!“ Die Laggenbeckerin kümmert sich ehrenamtlich um die Projekte der Ursachenstiftung, die seit fünf Jahren laufen. Bislang 165 GenerationenWerkstätten in 87 Unternehmen zunächst in und um Osnabrück, dann im Emsland und der Grafschaft Bentheim und schließlich in Nordrhein-Westfalen wurden durchgeführt. 41 Schulen mit über 660 Schülern haben bisher mitgemacht. Die Handwerkskammer Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim und inzwischen benachbarte Handwerkskammern leisten Unterstützung.
Vier Azubis von morgen – Lukas, Ole, Felix und Kilian – stehen nun in der Metallwerkstatt und lassen sich von Jürgen Beckemeyer verschiedene Metalle zeigen. Sie gehen vorbei an Fräs- und Drehbänken. Am Ständerbohrwerk spannen die vier ein Werkstück ein und bohren zur Probe. An den Mittwochnachmittagen darauf wird es ernst: Entstehen sollen fantasievolle Gartensteelen, die mit Glas kombiniert werden. Dabei soll die Gruppe alles selbst machen, um das Thema Metallbearbeitung aus eigener Hand kennenzulernen.
Im Netzwerk Schule-Betrieb-Stiftung spielt Julian Dowidat eine wichtige Rolle. Der Lehrer berichtet, dass es bereits die dritte GenerationenWerkstatt der Josefsschule im Tecklenburger Land sei. Dass seine Schüler nun in die LeWe schnuppern, findet der Studien- und Berufsschulkoordinator gut. Beckemeyer hat ebenfalls Spaß an der Arbeit mit jungen Leuten und war selbst früher Ausbilder. Von Haus aus Kraftwerksmeister für Elektro- und Leittechnik ist der 64-Jährige auch Handwerker und kann die praktische Arbeit fachlich begleiten.
Zum Abschluss des Nachmittags geht der Mettinger mit dem Quartett in die Gymnastikhalle für einige Übungen zu Selbstwahrnehmung und -behauptung. „Da machen wir auch ein paar Kicks und Befreiungstechniken.“ Bewegung, sich mit anderen dabei zu erfahren, das sei wichtig für die Teenager und auch ein bisschen Belohnung nach der „Arbeit“ in der Werkstatt. Am Ende werden alle ihre Steele gebaut haben und zum Abschluss den Eltern präsentieren. Vielleicht hat der eine oder andere dann ja einen Berufswunsch bei uns entdeckt.

Initiates file downloadWestfälische Nachrichten und Ibbenbürener Volkszeitung berichten




 

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