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Übergang zum allgemeinen Arbeitsmarkt: möglich oder nicht?

Wir bemühen uns, in der Gesamtgestaltung unseres Arbeitsangebotes und auch im Einzelfall auf eine Tätigkeit in der allgemeinen Wirtschaft hinzusteuern; sämtliche Beschäftigte der Ledder Werkstätten werden im Hinblick auf den Erwerb eines persönlichen Profils geschult. Allerdings entstehen erst Möglichkeiten der Beschäftigung in der freien Wirtschaft, wenn auch die Unternnehmen bereit sind, sich auf die Besonderheiten der Menschen mit Behinderungen einzustellen und ein entsprechendes Arbeitsangebot zu unterbreiten – leider geschieht dies in der heutigen Zeit nur allzu selten. Sollte sich aber dennoch eine Übernahme in die freie Wirtschaft als möglich erweisen, sorgen wir für Praktika und die jeweils notwendige fachliche Begleitung durch unsere Mitarbeiter/innen.

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Wechsel des Arbeitsplatzes oder Berufswechsel: Ist beides möglich?

Ein späterer Wechsel des Arbeitsplatzes oder der Tätigkeit innerhalb der Werkstatt ist möglich, sofern im gewünschten neuen Arbeitsfeld geeignete Tätigkeiten geschaffen werden können. Da sich Arbeitsfelder und Arbeitsinhalte verändern und Personen reifen und sich weiterentwickeln können, ist diese Flexibilität nicht nur möglich, sondern ausdrücklich erwünscht; sie ist Realität.

Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM)

Der Begriff der Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) ist in § 136 SgB IX (Sozialgesetzbuch IX) als eine Einrichtung zur Eingliederung von Menschen mit Behinderungen in das Arbeitsleben definiert. Sie soll denjenigen, die wegen der Art oder Schwere ihrer Behinderung nicht, noch nicht oder noch nicht wieder auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt tätig sein können, einen Arbeitsplatz oder eine Gelegenheit zur Ausübung einer geeigneten Tätigkeit bieten.
Die Ledder Werkstätten sind Ansprechpartner für Menschen mit Behinderung und deren Angehörige im Altkreis Tecklenburg (einschließlich der Orte Greven und Saerbeck). Ihre Aufgabe ist, Menschen, denen der allgemeine Arbeitsmarkt nicht oder nur eingeschränkt zugänglich ist, Angebote für Arbeit, Bildung, Persönlichkeitsförderung, Wohnen und Freizeit zur Verfügung zu stellen.

Werkstattrat

Der Werkstattrat ist die aus den eigenen Reihen gewählte Interessensvertretung der Beschäftigten einer Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM). In den Ledder Werkstätten bereits vor über 20 Jahren unaufgefordert eingeführt und seitdem gängige und bewährte Praxis, wurde dieses Modell betrieblicher Mitwirkung im Juni 2001 zur bundesweit geltenden gesetzlichen Pflicht. Die Aufgabe des Werkstattrates ist es, über die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften und Verordnungen in der Werkstatt zu wachen. Er hat das Recht zur Mitbestimmung bei unterschiedlichen betrieblichen Maßnahmen wie Einstellungen, Regelungen der Arbeits- und Pausenzeiten, Arbeitssicherheit und technischen Neuerungen. Weiterhin hat er das Recht, Anregungen und Beschwerden der Beschäftigten entgegenzunehmen und, gegebenenfalls durch Verhandlungen mit der Geschäftsführung, auf Verbesserungen hinzuwirken.

Werkstattvertrag

Mit „Werkstattverhältnis“ bezeichnet man das Vertragsverhältnis der Beschäftigten einer anerkannten Werkstatt für behinderte Menschen im Sinne des § 39 SGB IX und der §§ 136 ff SGB IX, soweit ihre Arbeitsleistung nicht mit der eines Arbeitnehmers gleichzusetzen ist (§ 138 Abs. 1 SGB IX) oder sich aus´dem zu Grunde Liegenden etwas anderes ergibt.
Das Werkstattverhältnis ist ein arbeitnehmerähnliches Verhältnis, dessen Inhalt sich nach dem Werkstattvertrag richtet, der zwischen dem Menschen mit Behinderung und dem Träger der Werkstatt geschlossen wurde. Nach der gesetzlichen Verordnung (§ 39 SGB IX) kommt den Werkstätten für behinderte
Menschen (WfbM) die Aufgabe zu, die Leistungs- oder Erwerbsfähigkeit von Menschen mit Behinderungen zu erhalten, zu entwickeln, zu verbessern oder wiederherzustellen, die Persönlichkeit dieser Menschen weiterzuentwickeln und ihre Beschäftigung zu ermöglichen oder zu sichern. Der Beschäftigte verpflichtet sich, nach seinen Möglichkeiten daran mitzuwirken.

Wohnbeirat

Auch jedes unserer Wohnhäuser hat seine Interessensvertretung: Der Wohnbeirat ist das zentrale Mitwirkungsgremium unserer Bewohner und Bewohnerinnen. Nach der Verordnung des Heimgesetzes wird der Wohnbeirat in regelmäßigem Turnus aus dem Personenkreis der Bewohner und Bewohnerinnen der Ledder Werkstätten gewählt.

 

Ledder Werkstätten gemeinnützige GmbH • Ledder Dorfstraße 65 • 49545 Tecklenburg-Ledde
Telefon 05482/72-0 • info(at)ledderwerkstaetten.de
Wir beteiligen uns nicht an Verbraucherschlichtungsverfahren nach dem Verbraucherstreitbeilegungsgesetz und sind hierzu auch nicht verpflichtet.