Wir feiern runden Geburtstag: Unsere Besondere Wohnform wird 50 Jahre alt. Heute bieten wir 209 Wohnplätze an vielen Standorten im Tecklenburger Land an, aber den Anfang machte 1976 die Steinkampstraße in Westerkappeln. 23 Menschen zogen am 16. August des Jahres in die erste, damals nach modernsten Konzepten erbaute „Wohnanlage“. Bundesweit so neu war Wohnen für Menschen mit Behinderung außerhalb der damaligen Landeskrankenhäuser, dass sich die Besuchergruppen förmlich die Klinke in die Hand gaben.
Neu war auch die Siedlung, sodass unser „Wohnheim“ schnell zur Nachbarschaft gehörte. Körperliche Einschränkungen unter den Bewohnern gab es kaum, das Thema Barrierefreiheit war praktisch noch keines. Diakon Hans-Martin Lagemann, unser Geschäftsführer von 1968 bis 2000, kam regelmäßig aus Ledde. Von 1980 bis 1989 richteten wir ganz in der Nähe eine Außenwohngruppe ein, in die Bewohnerinnen und Bewohner aus der Steinkampstraße im Rahmen ihrer Verselbstständigung zogen – zu der Zeit ebenfalls ein echtes Novum und ein Vorläufer des Ambulant Betreuten Wohnens.
Unser stationäres Wohnangebot wuchs in den nächsten Jahren mit der Wichernstraße in Ledde und dem Waldfrieden in Ibbenbüren rasch. 1995 bauten wir in Westerkappeln für weitere zwei Gruppen an und erweiterten das Raumangebot 2014/15 für die Gruppen 2 und 3.
Heute leben 43 Menschen in den weißen Klinkerbauten, begleitet von insgesamt 52 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, wovon einige seit Jahrzehnten zum Team gehören. Die Hilfededarfe haben sich über 50 Jahre deutlich geändert, weshalb Barrierefreiheit (Treppenlifte, Aufzug, Pflegebäder) einen vollkommen anderen Stellenwert haben. Die Nutzerinnen und Nutzer lieben ihren herrlichen, nach innen gelegenen Garten und nutzen ihn vielfältig.
Genau dort möchten wir am 5. September (ab 12 Uhr) mit 200 Gästen unser Jubiläum „50 Jahre Besondere Wohnform“ feiern. Eingeladen sind Westerkappelns Bürgermeister Niklas Schulte, LWL-Vertreter, Angehörige und Nachbarn, unser Aufsichtsrat mit Superintendent André Ost, auf ein halbes Jahrhundert Wohnen zurückblicken. Unsere Sitztanzgruppe und Mitarbeiterin Yvonne Köhler sind dabei und ebenso die Hobbykicker vom SV Seeste, die die Wohneinrichtung seit über 40 Jahren vor Ort unterstützen.
Die Hausleitung in Westerkappeln hatten seit 1976 Klaus Wolters, Paul Linnenschmidt und Chris Burton (die auch an dieser Adresse wohnten), Joachim Hölting, Rainer Polkehn, Heinrich Hibbe und Christian Leferink. Heute führen Carsten Miete als Einrichtungsleitung und Daniel Puchalka als Teamkoordinator das Team in Westerkappeln.
Unsere Fotos zeigen das Gebäude mit Garten, den SV Seeste bei der Spendenübergabe im März, die Rentnerinnen und Rentner der Tagesstruktur im April, Abendessen in der Gruppe, Besuch aus Namibia und die Belegschaft 2017, alte Sommerfeste sowie zwei Innenansichten des gleichen Raums von 1968 und heute.












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Ihr Team der Ledder Werkstätten
Das deutsche Hinweisgeberschutzgesetz (HinSchG) ist am 2. Juni 2023 im Bundesgesetzblatt verkündet worden und tritt am 2. Juli 2023 in Kraft. Das Gesetz ermöglicht es hinweisgebenden Personen, sogenannten Whistleblowern, einfacher und ohne Angst vor Repressalien auf Rechts- und Regelverstöße in Unternehmen und Behörden aufmerksam zu machen. Unternehmen ab 250 Mitarbeiter:innen müssen bis zum 2. Juli 2023 die Anforderungen aus dem Hinweisgeberschutzgesetz umsetzen und eine Meldestelle einrichten.