„Tag der Begegnung“ 2026: Rund 5000 Gäste haben unsere diakonische Einrichtung am 31. Mai besucht. Trotz Donner und Regen am früheren Vormittag. „Mensch, wir zeigen´s euch“: Aus erster Hand, von unseren Beschäftigten und Fachkräften, haben unsere Gäste erfahren, welche Leistungen Menschen mit Behinderung täglich mit der richtigen Assistenz erbringen und wie wir ihnen auf ihrem ganz individuellen Weg helfen – in der Werkstatt, im Wohnen, auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt, in der Freizeit.
Morgens sah die Wetterprognose noch recht düster aus. Darum entschieden wir uns für den Auftaktsgottesdienst im großen Speisesaal statt auf der Open Air-Bühne. So erlebten hunderte Besucherinnen und Besucher, Beschäftigte und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unseren famosen inklusiven Chor und eine schöne, bildhafte Liturgie mit Superintendent André Ost. „Wunder geschehen“, sagte er. „Es gibt sie, die Wunder, die uns in unserem Alltag begegnen. Und unsere Ledder Werkstätten sind ein besonders guter Ort dafür. Zu sehen, wie sich Menschen entwickeln, wie sich Möglichkeiten auftun. Die Welt ist voller Wunder, man muss sie nur zu lesen verstehen!“
Unser Geschäftsführer Wilfried Koopmann dankte allen für Vorbereitung und Begleitung des Gottesdienstes und sagte: „Heute wollen wir unsere Gemeinschaft vorstellen. Wir arbeiten Hand in Hand. In unseren Ledder Werkstätten, mit unseren Angehörigen, Partnern und dem Leistungsträger LWL. Danke dafür!“ Und dann ging die Gemeinde hinaus in die Werkstatt, um die vielen Facetten, die vielen kleinen Wunder der täglichen Teilhabe zu sehen.
Wie arbeiten Menschen mit ganz unterschiedlichen Fähigkeiten und Hilfebedarfen eigentlich? Beschäftigte haben ihre Aufgaben auf vielen exemplarischen Arbeitsplätzen selbst vorgestellt. Beim K-lumet machen, bei der Montage von Holzkisten, beim Mähen auf der Wiese, beim Nähen der Outdoor-Kissen, beim Verpacken und Fertigen auch komplizierter Produkte. So geht Werkstatt-Arbeit.
Aber was tun wir für aktuell über 50 Beschäftigte, die auf dem Weg auf den allgemeinen Arbeitsmarkt sind? Unser Fachdienst Berufliche Inklusion stellte ihre Wege und tolle Karrieren vor, auch weil viele Firmen im Tecklenburger Land längst unser Arbeitskräfte-Potenzial erkannt haben. Auf der Bühne, im Info-Magazin „lewe aktuell“, waren unsere Berufsförderer ebenfalls am Mikro.
Auf der anderen Seite: Was tun wir für weit über 100 Beschäftigte mit hohen Hilfebedarfen in unseren vier Arbeitsbereichen für schwerst- und mehrfachbehinderte Menschen? Dank moderner Robotik und computergestützter Settings schaffen wir ganz neue Teilhabe durch Arbeit – zu sehen beim „Tag der Begegnung“. Das Publikum staunte, was da möglich ist und mit welcher Freude diese Beschäftigten ans Werk gehen.
50 Jahre Besondere Wohnform (früher Stationäres Wohnen) wollen wir im September feiern und bieten fast 200 Nutzerinnen und Nutzern solchen Wohnraum an. In unserer Wohneinrichtung Wichernstraße, einen Steinwurf von der Werkstatt entfernt, und von der großen Bühne erfuhr das Publikum vieles aus erster Hand über diese Wohnform. Neubauprojekte in Ibbenbüren und Recke mit insgesamt 48 Plätzen erweitern gerade dieses Angebot. Unser Wohnen wächst.
Auf dem Weg zur Wichernstraße informierten sich die Gäste über Tiergestützte Therapie mit Hund und Pferd, die wir seit Jahren äußerst erfolgreich einsetzen. Was dort Woche für Woche geschieht, gleich manchmal tatsächlich einem kleinen Wunder.
Unsere Lengericher Tochter, die Reha GmbH, war präsent mit einem Infoangebot. Ebenso alle Vertretungsgremien, für die sich Karl-Josef Laumann bei seinem Besuch gerne Zeit nahm. Gute anderthalb Stunden war der Landesminister da, hörte zu, sprach mit den Menschen.
Gerne kauften unsere Gäste nützliche Werkstattprodukte (trendige Outdoorkissen, praktische Holzartikel oder Anti-Mücken-Kerzen), genossen hausgerösteten Kaffee und Kuchen im Speisesaal oder Fachwerkhaus. Dort lief nonstopp unser Video zum Intensiv Betreuten Wohnen am Ibbenbürener Uphof, das im April mit zwölf Nutzerinnen und Nutzern ans Netz gegangen ist.
Hunger und Durst stillten überwiegend die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Budendorf rund um die Bühne. Vorne, auf dem Platz vor der Werkstatt, konnten sich die Besucher „satt“ sehen an zwölf blitzenden Karossen der Oldtimerfreunde Hagen und der Lengericher Fahrer. Gleich nebenan rollten die Rikschafahrer von „Radeln ohne Alter“ des Heimatvereins Lengerich nachmittags, dann bei Sonnenschein, fleißig mit ihren Fahrgästen los. Und auch die Sozialraum-Rallye zog viel Publikum.
Auf der anderen Straßenseite, im Alten Pfarrhaus, stellte das Team zum 20-jährigen Geburtstag der Tagesstruktureinrichtung seine Arbeit vor. Mit ihren Gesundheitsangeboten waren unsere Physios in der Therapiehalle präsent, ebenso der Soziale Dienst mit dem breiten Spektrum an Arbeitsbegleitenden Maßnahmen.
Was auffiel: Viele junge Familien nutzten unseren „Tag der Begegnung“ für einen schönen Ausflug. Viele Gäste fragten nach, sprachen unsere Beschäftigten an und genossen einfach einen gemeinschaftlichen Tag in unseren Ledder Werkstätten.




















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Viele Grüße,
Ihr Team der Ledder Werkstätten
Das deutsche Hinweisgeberschutzgesetz (HinSchG) ist am 2. Juni 2023 im Bundesgesetzblatt verkündet worden und tritt am 2. Juli 2023 in Kraft. Das Gesetz ermöglicht es hinweisgebenden Personen, sogenannten Whistleblowern, einfacher und ohne Angst vor Repressalien auf Rechts- und Regelverstöße in Unternehmen und Behörden aufmerksam zu machen. Unternehmen ab 250 Mitarbeiter:innen müssen bis zum 2. Juli 2023 die Anforderungen aus dem Hinweisgeberschutzgesetz umsetzen und eine Meldestelle einrichten.