Auch schon einige Monate ist es her, dass unsere Zukunftswerkstatt den „Zeitblick“ vorgestellt hat. Als technisches Hilfsmittel unterstützt er Menschen mit Behinderung visuell darin, ihren persönlichen Tagesablauf wahrnehmen und sich besser orientieren zu können. Interessant vor allem für Personen, die die Uhr nicht ablesen können oder sich mit der zeitlichen Strukturierung schwer tun.
Wie unser Mitarbeiter Ingo Steuter berichtet, seien 35 Bestellungen aus fast allen Betriebsstätten und Wohneinrichtungen an der Betriebsstätte Maybachstraße, Standort der Zukunftswerkstatt, eingegangen. Der „Zeitblick“ besteht aus 32 vertikal auf Filz angeordneten LEDs, die ab 7.30 Uhr und dann sukzessiv bis 15.30 Uhr leuchten. Alle 15 Minuten schaltet sich eine LED hinzu, wobei die zur vollen Stunde rot sind. So ist direkt zu sehen, wie weit der Tag fortgeschritten ist. Individuell wichtige Uhrzeiten für Therapien, Essenszeiten oder Begleitende Maßnahmen kann man mittels magnetischer Pfeile platzieren und mit erklärenden Piktogrammen ausstatten. Optional gibt es eine digitale Uhr mit Ziffernanzeige. Sozusagen mit Bordmitteln (Textilabteilung in Ledde, Verdrahtung bei Kipp und in der Maybachstraße) wird der „Zeitblick“ jetzt hergestellt.
Weit fortgeschritten ist auch das Projekt „Smart Kiosk“: Unser Mitarbeiter hat eine App programmiert, mittels derer Beschäftigte über Tablets ganz einfach typische Kioskartikel abrechnen können. Beispiel: Wünscht der Kunde ein Snickers, drückt der Kioskmitarbeiter auf das Foto des Riegels auf dem Touchscreen, der das ganze Warensortiment abbildet. Der Preis erscheint, und man legt den Artikel in den Warenkorb. An der virtuellen Kasse wird schließlich die Endsumme in Geldstücken abgebildet – alles bedienbar auch für Beschäftigte ohne Lesefähigkeit oder Zahlenverständnis.
Eine weitere Entwicklung, der „Be Learn-Tisch“, steht während der Testphase in unserer Betriebsstätte Dierkes. Dieser digitale Lerntisch bietet sich für Lerneinheiten und Arbeitsanleitungen an, denn Schritt für Schritt wird das Vorgehen via Beamer von oben eingeblendet. Die „sprechende Waage“ für Personen ohne Zählfähigkeit ist ebenfalls bei Dierkes in der Testung. Den bereits vielfach beschriebenen Roboterarm „Sawyer“ hat Ingo Steuter gerade im Arbeitsbereich für schwerst- und mehrfachbehinderte Menschen in Ledde funktionsfertig aufgebaut. Alle Angebote kann das Publikum beim „Tag der Begegnung“ am 31. Mai auf der Bühne und in der für diesen Tag im Ledder AB SMB eingerichteten Zukunftswerkstatt live erleben.
Schöne öffentliche Wahrnehmung: Die aktuelle Ausgabe vom „daaap-Magazin, Netzwerk für digitale Assistenzsysteme am Arbeitsplatz“ stellt unsere Zukunftswerkstatt auf zwei Seiten vor. Das Netzwerk, dem wir seit 2023 angehören, ist eine bundesweite Anwenderinitiative mit aktuell rund 130 Mitgliedern. Zu unserem Arbeitskreis Assistive Technologie und KI-gestützte Arbeitsprozesse gehören neben Ingo Steuter auch Markus Aulkemeier (Geschäftsbereichleitung Werkstatt), Markus Osterhaus (IT-Abteilung) und Ralf Bauer (Fachmann für 3D-Druck).

Vielen Dank für ihre Anfrage.
Wir melden uns schnellstmöglich bei Ihnen für ein Beratungsgespräch.
Viele Grüße,
Ihr Team der Ledder Werkstätten
Das deutsche Hinweisgeberschutzgesetz (HinSchG) ist am 2. Juni 2023 im Bundesgesetzblatt verkündet worden und tritt am 2. Juli 2023 in Kraft. Das Gesetz ermöglicht es hinweisgebenden Personen, sogenannten Whistleblowern, einfacher und ohne Angst vor Repressalien auf Rechts- und Regelverstöße in Unternehmen und Behörden aufmerksam zu machen. Unternehmen ab 250 Mitarbeiter:innen müssen bis zum 2. Juli 2023 die Anforderungen aus dem Hinweisgeberschutzgesetz umsetzen und eine Meldestelle einrichten.