September 22, 2026

"Draußen" arbeiten: Aktionstag "Neue Talente entdecken" der drei ST-Werkstätten

Gemeinsame Premiere für die Ledder Werkstätten, die Caritaswerkstätten Langenhorst und die Caritas-Emstor-Werkstätten Rheine: Zum Aktionstag „Neue Talente entdecken: Menschen mit Behinderung in Unternehmen“ hatten unsere drei Einrichtungen am 22. September eingeladen. Etwa 60 Vertreterinnen und Vertreter unter anderen der Politik, der Leistungsträger, des Kreises Steinfurt, der Arbeitsagentur, der Handwerkskammer, der Industrie- und Handelskammer und natürlich der Unternehmen kamen ins Südstadtquartier der IVZ nach Ibbenbüren.

Infos aus erster Hand, von Menschen mit Behinderung und Firmen, gab es reichlich. Infos auch von den drei Fachdiensten über Wege auf den allgemeinen Arbeitsmarkt: „Erfolg braucht Organisation“ formulierte es Andreas Laumann-Rojer als Vertreter der Ledder Werkstätten. Und die haben die drei Einrichtungen in den vergangenen Jahren geschaffen und erfolgreich viele, viele Menschen aus der Werkstatt, in die Unternehmen begleitet.

Beispiel Ledder Werkstätten: 53 Personen sind aktuell auf einem Außenarbeitsplatz untergebracht, also weiter Beschäftigte, gehen jedoch Tag für Tag zur Arbeit in eine Firma. 20 Personen haben die LeWe in den vergangenen drei Jahren ins geförderte Budget für Arbeit gebracht, drei weitere im gleichen Zeitraum ins Budget für Ausbildung. Hinzu kommen die Wunderle-Außenarbeitsgruppe in Ibbenbüren, viele Praktika und aktuell fünf konkrete Einstellungsgespräche, also mögliche Übergänge in ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis.

„Firmen sollten es einfach ausprobieren“, sagte Ehrengast und Landesminister Karl-Josef Laumann, der den drei Unternehmensvertretern am Podium (Nazan Uskaner, Edeka), Sabrina Rauf (Taxiunternehmen in Ibbenbüren) und Lars Albermann (Landmaschinenfirma Krone in Spelle) ausdrücklich dankte für ihr Engagement. Die drei berichteten später knapp und eindrücklich am Podium, wie Inklusion in ihren Unternehmen funktioniert. Nazan Uskaner: „Bei uns ist das Grundverständnis für Menschen mit Behinderung eine Einstellungsvoraussetzung!“

Auf die unglaublich große Vielfalt an Talenten spielte Udo Nospickel (Werkstattleitung Emstor-Werkstätten) an: „Wir haben zusammen fast 2500 Talente, die wir gemeinsam in Arbeit bringen. Wir müssen Mut machen, diese Talente zu entdecken!“ Auf die Fähigkeiten müsse man schauen und immer wieder den Mut auch zum nächsten Schritt machen, betonte Alexander Lürwer (Werkstattleitung Langenhorst).

Minister Laumann vermutete „viele Informationsdefizite bei Firmen“. Immerhin rund 3,6 Prozent der Beschäftigten in NRW würden schließlich inzwischen jährlich den Weg auf den allgemeinen Arbeitsmarkt wagen. Das sei ein „bunter Strauß“ an möglichen Wegen und dann gebe es ja auch noch die Inklusionsunternehmen. Wichtig für diese Menschen: das Rückkehrrecht in die Werkstatt. Der Minister hält die möglichst frühe Förderung, schon während der Beruflichen Bildung, für sehr wichtig. Und er sagte: „Alle Werkstätten haben längst eine gute Struktur zur Identifikation dieser Personen entwickelt.“ Trotzdem finde er Werkstätten „unverzichtbar“.

Dann bat Moderator Christian Holterhues von der Wirtschaftsförderung des Kreises (WesT) Beschäftigte aufs Podium, die von sich und der Arbeit in „ihrer“ Firma berichteten. Ob Dorfladen im Greven-Gimbte, das neue Krone-Lager mit der Außenarbeitsgruppe oder der Edeka-Markt, alle sind bestens integriert und tun ihre Arbeit gerne. Dazu und zu den Aufgaben der jeweiligen Fachdienste zur Beruflichen Inklusion der drei Werkstätten gab es zum Abschluss Informationen an den Ständen.

„Neue Talente entdecken“ setzt den Weg fort, den das „Bündnis für Arbeit und Inklusion im Kreis Steinfurt“, in dem auch die drei Werkstätten mitarbeiten, seit Jahren geht: Austauschformate, Infoveranstaltungen und immer praktische Beispiele würden neue Beschäftigungsperspektiven geben, so Christian Holterhues. Wie sagte Minister Karl-Josef Laumann beim Aktionstag: „Arbeit ist immer noch der beste Ort für eine gelingende Inklusion!“

 

 

Vielen Dank für ihre Anfrage. 

Wir melden uns schnellstmöglich bei Ihnen für ein Beratungsgespräch.

Viele Grüße,
Ihr Team der Ledder Werkstätten

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Das deutsche Hinweisgeberschutzgesetz (HinSchG) ist am 2. Juni 2023 im Bundesgesetzblatt verkündet worden und tritt am 2. Juli 2023 in Kraft. Das Gesetz ermöglicht es hinweisgebenden Personen, sogenannten Whistleblowern, einfacher und ohne Angst vor Repressalien auf Rechts- und Regelverstöße in Unternehmen und Behörden aufmerksam zu machen. Unternehmen ab 250 Mitarbeiter:innen müssen bis zum 2. Juli 2023 die Anforderungen aus dem Hinweisgeberschutzgesetz umsetzen und eine Meldestelle einrichten.

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