Brigitte Duseck freut sich mit unserer Beschäftigten Samantha Müller, dass am Ende alles so gut für sie geklappt und sie nun einen festen Job im „LebensMittelpunkt“ (LMP) hat. 2016 hatte Samantha die Lengericher Förderschule in der Widum (Geistige Entwicklung) abgeschlossen und war in unseren Berufsbildungsbereich gekommen. Als nun ehemalige Beschäftigte hat sie ihre Gesellinnenprüfung zur Verkäuferin mit der Note 2,7 bestanden und zählt seit 15. Juni zum Mitarbeiterteam im LMP. Das wollte sich Brigitte Duseck einmal persönlich ansehen und hat Samantha am 20. August dort besucht.
Brigitte Duseck ist Mitarbeiterin des Vereins und Freien Trägers der Jugendhilfe „Lernen fördern“, aber seit 2005 auch mit halber Stelle im Integrationsfachdienst (IFD) tätig. Eine Aufgabe des IFD ist es, sich im Auftrag des LWL-Inklusionamtes Arbeit (Münster) kreisweit organisatorisch und beratend um Übergänge aus der Werkstatt auf den allgemeinen Arbeitsmarkt zu kümmern. In dieser Funktion begleitete die Diplom-Sozialpädagogin Samantha über ihre gesamte Lehrzeit – und die war nicht ohne Hindernisse.
Samantha hat eine Lern- sowie Lese- und Rechtschreibschwäche, was in dieser Kombination im Margot Friedländer-Berufskolleg des Kreises anfänglich – trotz anerkannter Schwerbehinderung und psychologischem Gutachten – ein Problem war. Brigitte Duseck und unser Bereichsleiter Dienstleistung und Handel, Björn Hippel, führten Gespräche in Ibbenbüren und setzten sich immer wieder für Samantha ein. Qua Gesetz standen ihr eine Schulbegleitung und ein Nachteilsausgleich an den Kaufmännischen Schulen zu. Schulbegleiterin wurde später die Reckerin Kübra Ates. Die Abschlussprüfung (außerhalb der Schule) unterstützte Heike Seel von der IHK Münster, die Samantha die Prüfungsfragen mündlich vortrug und ihre Antworten für die Auswertung aufschrieb.
Die IHK Münster loben Brigitte Duseck und Björn Hippel denn auch ausdrücklich, weil die sehr offen mit Samanthas Behinderung umgegangen sei und ihr die Mitarbeiterin geschickt habe. Dank dieser mehrfachen und teils dauerhaften Unterstützung pendelte sich das Berufsschulleben für Samantha bald ein. Beim Besuch in Leeden erzählte Brigitte Duseck ein wenig von ihren 21 Jahren Arbeit mit Menschen mit Behinderung und den aufnehmenden Betrieben, die im Idealfall überhaupt keine Probleme oder Hürden aufbauen. „Wenn man das als Firma will, findet man immer auch einen Weg!“
Ende August geht die 66-jährige Emsdettenerin in den Ruhestand und versprach beim Gespräch im LMP, Samantha demnächst mit dem Fahrrad zu besuchen. Ihre Aufgabe für den IFD übernehmen ab September Saskia Wagner und Julia Höll.
Das Foto zeigt (von links) Malin Mohrmann (Fachdienst Berufliche Inklusion), Samantha Müller, Brigitte Duseck und Björn Hippel.

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Wir melden uns schnellstmöglich bei Ihnen für ein Beratungsgespräch.
Viele Grüße,
Ihr Team der Ledder Werkstätten
Das deutsche Hinweisgeberschutzgesetz (HinSchG) ist am 2. Juni 2023 im Bundesgesetzblatt verkündet worden und tritt am 2. Juli 2023 in Kraft. Das Gesetz ermöglicht es hinweisgebenden Personen, sogenannten Whistleblowern, einfacher und ohne Angst vor Repressalien auf Rechts- und Regelverstöße in Unternehmen und Behörden aufmerksam zu machen. Unternehmen ab 250 Mitarbeiter:innen müssen bis zum 2. Juli 2023 die Anforderungen aus dem Hinweisgeberschutzgesetz umsetzen und eine Meldestelle einrichten.