Recycling, Upcycling, Ressourcen schonende Produktion – an etlichen Stellen sind wir aktiver Teil moderner Unternehmensphilosophien. Firmen gestalten Wertstoffkreisläufe und binden Menschen mit Behinderung in ihre Nachhaltigkeitsstrategien ein. Oft geschieht das regional und damit noch ein bisschen nachhaltiger. Wir zeigen einige Beispiele: Wie kann zukunftsweisende Teilhabe durch Arbeit auch aussehen?
Noch ganz frisch in Ledde ist ein Auftrag der Firma B. Braun aus Glandorf. Das weltweit aufgestellte, sehr große Medizintechnik- und Pharma-Unternehmen schickt uns seit Februar ganze Lkw mit Gitterboxen verbrauchter Dialysekartuschen, die früher ungetrennt in der Müllverbrennung landeten. Wir trennen den Kartuschenkörper und das Filtersalz Bicarbonat, sodass beides anschließend wiederverwertet werden kann.
Dazu haben unsere Mitarbeiter eine Vorrichtung aus Spezialwerkzeugen des Rohrleitungsbaus entwickelt, mit der die Beschäftigten die Kartusche ohne großen Kraftaufwand aufschneiden, um Kunststoff und Salz zu separieren. Jeweils 30 Paletten bringt der Sattelzug aus Glandorf alle paar Wochen, sodass angesichts solcher Mengen weitere Werkstätten, inzwischen auch in Mitteldeutschland, am Prozess beteiligt sind.
Seit vielen Jahren verarbeiten wir Garnspulen von Altex Textil-Recycling (Gronau-Epe), einem Vorreiter der intelligenten Aufbereitung textiler Abfälle. Altex liefert uns alle acht bis zehn Wochen 60 neue Gitterboxen mit Spulen. Wir trennen Pappkern und Kunstgarnreste auf mechanischem Weg, sodass beide Fraktionen anschließend weiterverarbeitet werden können.
Wiederverwertung ist auch das Kernthema der Lotter Firma LEREC Elektrorecycling, für die wir seit 2019 hauptsächlich PCs und kleine Serveranlagen manuell in ihre verwertbaren Anteile zerlegen. Die so gewonnenen Fraktionen gibt LEREC an zertifizierte Partner weiter, die die enthaltenen Wertstoffe einer neuen Verwendung zuführen. Aktuell findet dieses Arbeitsthema in unseren Betriebsstätten Ledde und Settel statt.
Ein zweites, Ressourcen schonendes Leben für gut erhaltene Textilien und ausgediente Werbebanner verschaffen wir seit Jahren Produkten von camel active. Hinter der internationalen Marke für Outdoor Casual Wear steht die Bültel Worldwide Fashion GmbH mit Hauptsitz in Salzbergen. Zur deren Nachhaltigkeitsstrategie passen die Regionalität und kurze Wege. 2024 hat unsere Ledder Textilabteilung mit der Fertigung von iPad-Taschen und Handyhaltern aus ausgedienten Jeans oder Jacken begonnen, die das Unternehmen in seinen Stores in Upcycling-Boxen für Kundinnen und Kunden sammelt.
Die Produktinfo in Form von Firmen-Logo und unserem LeWe-Einnäher dokumentiert auch die soziale Nachhaltigkeit. Das gilt ebenso für die Etuis, Taschen und Rucksäcke, die unsere Textilabteilung aktuell aus alten Werbebannern fertigt. In ihrem zweiten textilen Leben gehen diese Produkte zum Beispiel in Gewinnspiele für Promotion-Aktionen oder werden an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei Verkaufstrainings verschenkt.
Seit mehr als 20 Jahren fertigen wir unseren Anzünder k-lumet – abgesehen vom zugekauften Docht-Material – aus recycelten Haushaltsrollen und Altwachs. Beides spendet die Region reichlich, sodass das Projekt erhebliche Dimensionen angenommen hat: Zwischen 160.000 und 180.000 k-lumet jährlich stellen im Jahresschnitt etwa 100 Beschäftigte permanent her. Recycling, das auch bestens verkauft: Während der Wintersaison geht unser k-lumet-Lagerbestand gegen Null.



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Ihr Team der Ledder Werkstätten
Das deutsche Hinweisgeberschutzgesetz (HinSchG) ist am 2. Juni 2023 im Bundesgesetzblatt verkündet worden und tritt am 2. Juli 2023 in Kraft. Das Gesetz ermöglicht es hinweisgebenden Personen, sogenannten Whistleblowern, einfacher und ohne Angst vor Repressalien auf Rechts- und Regelverstöße in Unternehmen und Behörden aufmerksam zu machen. Unternehmen ab 250 Mitarbeiter:innen müssen bis zum 2. Juli 2023 die Anforderungen aus dem Hinweisgeberschutzgesetz umsetzen und eine Meldestelle einrichten.