„Wir sind Ledder Werkstätten – unser Schutzschirm gegen Gewalt“
Als diakonische Einrichtung geben wir ein Bekenntnis gegen Gewalt in jedweder Form ab. Es entspricht unserem christlichen Selbstverständnis, Gewalt in psychischer, physischer und sexualisierter Form, aber genau so in struktureller Ausprägung klar entgegenzutreten. Dabei wissen wir, dass Menschen mit Behinderung deutlich häufiger als Menschen ohne Behinderung unterschiedlichen Gewaltformen ausgesetzt sind. Das belegen zum Beispiel Studien des Bundesfamilienministeriums. Vor diesem Hintergrund haben wir uns vor mehr als anderthalb Jahren auf den Weg gemacht. Gemeinsam mit unseren Mitarbeiter:innen aus verschiedenen Werkstattbereichen, aus der Verwaltung, mit Leitungskräften, Vertreter:innen der Mitarbeiter:innenvertretung, dem Werkstattrat und unseren Frauenbeauftragten. Gemeinsam haben wir das Gewaltschutzkonzept „Wir sind Ledder Werkstätten – unser Schutzschirm gegen Gewalt“ entwickelt.
Zentrale Anlaufstelle, mehr Klient:innen: Unser Fachdienst Berufliche Inklusion stellt sich neu auf

Zentraler Standort, bessere Erreichbarkeit, mehr Personal – und immer mehr Klient:innen: Unser Fachdienst Berufliche Inklusion (FBI) stellt sich neu auf und hat sein Büro jetzt am Neumarkt 40 in Ibbenbüren. Jens Brinkmann und Dirk Wittkamp helfen Beschäftigten auf ihrem Weg auf den allgemeinen Arbeitsmarkt. Das geschieht überall im Kreis Steinfurt und braucht eine intensive Begleitung sowohl der Klient:innen als auch der aufnehmenden Firmen. Unser FBI geht davon aus, dass bis Jahresende etwa 65 Beschäftigte jeden Morgen zur Arbeit in ein Unternehmen gehen werden.
Selbstbehauptung / Teil 2: Franziska Frese besucht unseren ersten Wendo-Kurs

Franziska Frese ist eine junge, selbstbewusste Frau aus Hörstel mit verschiedenen körperlichen Einschränkungen, die ihre normale Berufsausbildung erschweren. Im November 2021 kam sie in unseren Berufsbildungsbereich. In ihrem ersten Jahr hat sie dort Montage- und Textilarbeiten kennengelernt und dabei für sich festgestellt, dass sie anspruchvollere Arbeit braucht. An dieser Stelle kam Dirk Wittkamp von unserem Fachdienst Berufliche Inklusion ins Spiel und organisierte Praktika innerhalb unserer Verwaltung
Selbstbehauptung / Teil 1: Kurs-Premiere mit 15 begeisterten Teilnehmerinnen

„Hört auf euer Bauchgefühl. Und lasst euch niemals in die Opferrolle drängen“, sagt Irina Arends sehr bestimmt. Seit ihrer Kindheit ist sie Judoka, hat in der Bundesliga gekämpft, arbeitet heute als Trainerin in ihrem Heimatverein Stella Bevergern. Und sie ist ausgebildet in der Gewaltprävention, gibt Selbstbehauptungskurse und war am 11. Juli mit genau diesem Thema zu Gast in unserer Therapiehalle. Das Betreute Wohnen hatte diese Premiere organisiert. Insgesamt 15 Frauen mit und ohne Behinderung hatten sich angemeldet, die Jana Bastert (Geschäftsbereichsleitung) mit diesen Worten begrüßte: „Es ist wichtig, sich selbst zu behaupten und verteidigen zu können. Ich hoffe, ihr könnte heute etwas mitnehmen für euch!“
Buchautor Timothy Hilder entführt mit seinem Erstling „Infinity“ in sagenhafte Fantasiewelten

Ein vorstrukturiertes Umfeld, wiederkehrende Arbeiten, Rückzugsräume, auch die Vertrautheit mit einem festen Ort haben Timothy Hilder in der Coronazeit sehr geholfen. „Gefühlsmäßig ging es damals bergab bei mir“, sagt er im Rückblick. Die Betriebsstätte Settel, wo unsere Lengericher Holzspezialisten große Kisten-Stückzahlen für das Saerbecker Unternehmen Saertex fertigen, aber auch viele andere Arbeiten leisten, hat den heute 23-Jährigen darin unterstützt, möglichst gut durch diese Zeit zu kommen. Timothy hat die Lengericher Förderschule für geistige Entwicklung in der Widum besucht, unseren Berufsbildungsbereich in Ladbergen absolviert und im Sommer 2021 als Praktikant in Settel begonnen – und sich entschieden, dort zu bleiben. Das ist genau zwei Jahre her. Wir haben ihn an seinem Arbeitsplatz besucht.
Das neue Hinweisgeberschutzgesetz ist am 2. Juli in Kraft getreten: Unser Meldeportal ist eingerichtet

Das deutsche Hinweisgeberschutzgesetz (HinSchG) ist am 2. Juni 2023 im Bundesgesetzblatt verkündet worden und tritt am 2. Juli 2023 in Kraft. Das Gesetz ermöglicht es hinweisgebenden Personen, sogenannten Whistleblowern, einfacher und ohne Angst vor Repressalien auf Rechts- und Regelverstöße in Unternehmen und Behörden aufmerksam zu machen. Unternehmen ab 250 Mitarbeiter:innen müssen bis zum 2. Juli 2023 die Anforderungen aus dem Hinweisgeberschutzgesetz umsetzen und eine Meldestelle einrichten.
Inklusiver Selbstbehauptungskurs für Frauen: Premiere für „Stopp! Nicht mit mir!“

Zu einer spannenden Premiere lädt unser Betreutes Wohnen am Dienstag, 11. Juli, ein: „Stopp! Nicht mit mir!“ heißt der Selbstbehauptungskurs für Frauen, den unsere BeWo-Geschäftsbereichsleitung Jana Bastert und ihr Team zum ersten Mal anbieten. Alle Frauen sind willkommen, ob mit oder ohne Behinderung. Gemeinsam und inklusiv wollen sie in unserer Therapiehalle in Ledde (Ledder Dorfstraße 65) ein gesundes Selbstbewusstsein auch für heikle Situationen entwickeln.
Unsere Famano-Cafés und das Visavis gehen in die Sommerpause

Unsere Famano-Cafés in Ibbenbüren (Bahnhofstraße 18) und Lengerich (Münsterstraße 14) weisen auf ihre Sommerpause hin: Im Zeitraum von Samstag, 22. Juli, bis einschließlich Montag, 7. August, sind beide Cafés geschlossen. Ab Dienstag, 8. August, gelten dann wieder die normalen Öffnungszeiten. Unser Fachgeschäft für Deko und Lebensart in Lengerich, das Visavis, geht bereits ab Samstag, 8. Juli, bis einschließlich Samstag, 22. Juli, in die Sommerpause. Regulär geöffnet an der Bahnhofstraße 38 ist dann wieder ab Dienstag, 25. Juli.
Ein starkes Stück Diakonie: Ausbildungsmesse mit Diakonischem Werk und Kirchenkreis

Ein starkes Stück Diakonie und zugleich eine Premiere: Erstmals waren wir mit dem Evangelischen Kirchenkreis Tecklenburg und der Diakonie WesT mit unserem neuen, gemeinsamen Messestand unterwegs. Gut sichtbares Motto auf einer der insgesamt vier Stellwände in Rheine: „Stark für die Menschen in unserer Region“.
Frauenbeauftragte bringen ihr Projekt „Hygienespender“ auf den Weg

Universitäten und Schulen, viele Kommunen und Betriebe machen es. Nun sind auch die Ledder Werkstätten dabei und stellen den weiblichen Beschäftigten und Mitarbeiterinnen verschiedene Hygieneartikel zur Selbstbedienung zur Verfügung. Eingesetzt für dieses Frauenprojekt haben sich die beiden Frauenbeauftragten der Beschäftigten, Rolla Saleh und Bianka Holtmann. Die beiden sind seit 2021 in ihrem Amt, haben inzwischen an verschiedenen Fortbildungen teilgenommen und setzen mit den Hygienespendern ihr erstes eigenes Projekt um. In den regelmäßigen Gesprächen mit der Geschäftsfeldleitung Arbeit und Berufliche Bildung, Andreas Laumann-Rojer, wurde die Idee entwickelt.